Lichtspiel

Lichtspiel Videoportal



Bern und seine Genossenschaften (SZ 1930)
mediaplayer
In der Einleitung teilt der Film auf in das alte und das neue Bern. Das alte Bern: Aufnahmen vom Münster, von Details in der Fassade, von verschiedenen Brunnen und den alten Gassen. Das neue Bern: Gymnasium Kirchenfeld, Hotel Savoy. Zwischentitel: "Die neue Zeit verlangt neue wirtschaftliche Grundlagen. Die werden verwirklicht durch: GENOSSENSCHAFTEN (06:10) Gestern: Kleine Gebilde (06:12) Heute: Machtvolle Organisationen Morgen: Beherrscher der Wirtschaft Genossenschaften sind Kulturwerk! Genossenschaften sind Aufbau!" "Siedelungs-Genossenschaften" (06:52) Wir sehen Bauarbeiter, die Gerüste aufbauen, Zement oder Beton anmischen und Backsteinmauern aufbauen. Sie bauen eine neue Wohnsiedlung für die berner Bevölkerung. Aufnahmen zeigen Ein- und Mehrfamilienhäuser, (möglicherweise im Breitenrainquartier, eventuell Wiesenstrasse). Auf der Hinterseite in den Gärten hängen Wäscheleinen und Kinder Spielen mit einem Ball. Auf der anderen Seite der Stadt liegt die idyllische Eisenbahnersiedlung. Die ruhige Lage, die grosszügigen Gärten und der nahe gelegene Wald machen die Siedlung zum idealen und beliebten Wohnquartier. Beim Steinhölzliwald wird Fussball gespielt, vermutlich an der selben Stelle wo auch heute noch Sportplatz liegt. "Baugenossenschaft des Verwaltungspersonals Bern. Gründung 1926" (07:02) "16 Einfamilienhäuser, 3 Zweifamilienhäuser, 2 Dreifamilienhäuser... ... sind heute im Bau begriffen". "In grünem Schmuck liegen schon die früher erbauten Häuser. Baujahr 1928: 11 Einfamilienhäuser, 4 Zweifamilienhäuser 2. Baujahr 1929: 4 Einfamilienhäuser, 2 Dreifamilienhäuser" "Auf der Rückseite des Hauses, zugleich nützlich und beglückend:... ... Gärten." "Am anderen Ende der Stadt liegt die... Eisenbahnersiedlung Weissenstein, Gründung 1919" (10:30) Bäckerei (16:36): Eine Teigmaschine knetet in grossen Töpfen einen frischen Teig. Schöne dicke Bäcker mit mächtigen Händen formen sie zurecht. "Gründung der Bäckergenossenschaft Bern, 1891" Ein Mann mit Schnauz knöpft eine Züpfe, ein jüngerer Herr formt mit Hilfe einer Maschine kleine Mütschli. "...wird hier gearbeitet." "Über eine Million Kilogramm Brot wird hier jährlich gebacken." Am Schluss ein letzter Pinselstrich, und jedes einzelne Stück geht in den Ofen. Molkerei (19:27): Konsum-Molkerei der Konsum Genossenschaft Bern (KGB). Kannenweise Milch wird hier angeliefert und verarbeitet. In einem grossen Kessi wird die Milch erhitzt. "Grossbetrieb ermöglicht grösste Hygiene. Kein Kessel wird mit frischer Milch gefüllt, ohne vorher aufs Gründlichste gereinigt worden zu sein." In heissem Wasser werden die Kannen anschliessend wieder sterilisiert. "Im Laboratorium wir die Milch stets wissenschaftlich geprüft, besonders vor ihrer Weiterverarbeitung." Butter wird mit Maschinen in geeignete Mödeli geschnitten und von Hand verpackt. "Sammel- und Versandstelle, Fabrikationsräume und Lager... alles in einem Haus." Holz und Kohle (24:24): "Die riesigen Lager in Liebefeld." Aufnahmen von Lagerhäusern der Konsumgenossenschaft Bern (KGB, später Coop) mit riesigen Stapeln von Brennholz. Männer schieben einen Güterwagen in ein Gebäude. An Maschinen werden grosse Holzstücke zersägt, gespalten, und später als Kohle in Säcke abgefüllt. "Der Abtransport der Brennmaterialien nach den Ablagen, zu den Kunden beginnt schon am frühen Morgen." Entweder mit dem Ross oder auf einem dicht beladenen Lastwagen, werden die Kohlesäcke ausgeliefert. Rolle 2: Film über die Konsumgenossenschaft Bern (KGB, später Coop). Zwischentitel in Anführungszeichen (unvollständig, bei 27:08): "Gründung 1890; 4150 Mitglieder - 39 Verkaufslokale Jahresumsatz ca. 10 Millionen Franken" "Das erste Magazin der Konsumgenossenschaft im Jahre 1890." "253 Angestellte Jahreslohnsumme Frs. 1'250'000..." "Keine Dividenden, aber Rückvergütungen... Von 1920 bis 1929 allein Frs. 3'759'000 - Rückvergütungen an die Mitglieder." Lebensmittel in grossen Mengen werden in den Lagerhallen gestapelt. Per Eisenbahnwaggons und mit Lastwagen kommen sie an und werden verarbeitet. Der Kaffee wird geröstet, die Bohnen genau geprüft, bis Frauen sie in Säcke abpacken. Das selbe geschieht mit Zucker, Mehl und Reis. Im Keller lagert in riesigen Eichenfässern der Wein, Burgunder, Tiroler, Rosé... Auch er wird in sorgfältig gereinigte Flaschen abgefüllt und für den Verkauf bereitgestellt. "Waggonweise kommen die Waren im Bahnhof an,..." "...das Auto bringt sie zum Lagerhaus,..." Eingefügt 2014: Lagerhaus (26:06): Ein Lastwagen fährt bei der Konsum Genossenschaft Bern (K.G.B.) vor, Männer laden Pakete ins Lagerhaus. Eine Lieferung von der Zuckerfabrik & Raffinerie Aarberg AG: 1a Raffinade-Gusswürfel. "...Hoch bis unters Dach." "Haushaltungsartikel... (30:32)" Haushaltsartikel wie Lux, Vim, Teppichklopfer, Konservendosen... "Nicht genug!" "Aus allen Stockwerken kommen in kleinen Wagen die Waren angefahren". Zuletzt werden sie in Kisten verpackt und für die Auslieferung bereit gestellt. "Der ungeheure Verbrauch lässt die Waren nie alt werden. Auch der Kaffee wird jede Woche mehrere Male frisch geröstet..." "Ebenso Reis, Zucker, Mehl..." "Riesenfässer bis zu 14000 Liter Inhalt." Mit Ross und Wagen oder auf voll beladenen Lastwagen (ein Gefährt von Camionnage Kehrli & Oeler ist zu sehen) wird die Ware anschliessend an die Geschäfte verteilt. "Aber auch im Lagerhaus wird zur Spedition gerüstet." "...und versorgt die Stadt, die von Genossenschaften durchsetzt ist, an allen Ecken und Enden mit den zum Lebensunterhalt nötigen Waren." "Die Fäden dieser gesamten Organisation laufen zusammen in einem Haus. Da ist die:..." Zentralverwaltung "Die leibliche Versorgung allein genügt nicht." (44:55) "Den geistigen Bedürfnissen dient eine andere, grosse Genossenschaft..." Unionsdruckerei: Die Unionsdruckerei war einst an der Monbijoustrasse 61 (?) situiert. Im Bleisatz wurden tagtäglich etliche Zeitungen und andere Drucksachen gesetzt und gedruckt: Der Konsument, Berner Tagblatt, Der Eisenbahner, Schweizer Metallarbeiter-Zeitung, Abstinenter Sozialist, Der Aufstieg, Der Arbeiter-Radfahrer, Technische Mitteilungen. Zwischentitel: "Eine der grössten Buchdruckereien des Landes, Gründung 1897" "Jahresumsatz: Fr. 1'600'000, Jahreslohnsumme Frs. 545'000" "In grossen, luftigen Räumen..." "...von Hand,..." "...mit den modernsten, leistungsfähigsten Maschinen..." "...wird gesetzt..." "...gegossen..." "...gedruckt..." "...gebunden..." "...vom einfachen Strassenbahn-Fahrschein..." "...bis zur Zeitung..." "...und zum umfangreichen Druckwerk." "ENDE des zweiten Aktes. (51:15)" Rolle 3: Der Film gibt Einblick in diverse genossenschaftlich organisierte Betriebe in Bern. In den meisten Gewerben werden viele Arbeiten noch von Hand ausgeführt. Immer mehr halten jedoch Maschinen einzug, so zum Beispiel bei den Schreinern und Zimmerleuten. Der Maler und Gipser bringt mit der Schablone eine Stuckatur aus Gips in die gewünschte Form. Für die Bemalung grosser Flächen werden bereits Spritzmaschinen eingesetzt. Ein Auto wird trotzdem noch von Hand bepinselt. Zwischentitel: "Es gibt selbst heute immer noch Fussgänger." SCHUHWERKSTÄTTE (51:30) "Schuhmacher und Poet dazu!" "Das Schuhgeschäft im Volkshaus" GENOSSENSCHAFT FÜR DAS METALLGEWERBE (53:33) "Gründung 1925. Jahresumsatz 1925: Frs. 174'000, 1929: 391'000" "Jahreslohnsumme 1925: Frs. 27'700, 1929: 63'900" "Schlosserei, Spenglerei, Sanitäre Anlagen" GIPSER- UND MALERGENOSSENSCHAFT (55:14) "Gründung 1920. Die führende Grossfirma der Bundesstadt" 1910-1929, Total Umsatz: Fr. 5'490'000. Ausbezahlte Löhne Fr. 3'073'000. Mittlere Arbeiteszahl 50-60." "Malerarbeit in der städtischen Autogarage..., ... im Atelier" SCHREINERGENOSSENSCHAFT (57:56) "Gründung 1922. Werkstätten, Werkplätze und Möbellager in Bümpliz." "Bauschreinerei, Möbelschreinerei, Fensterfabrik." "Das Werkzeug des neuzeitlichen Schreiners sind..., ... Maschinen..." ZIMMEREIGENOSSENSCHAFT (01:00) "Gründung 1921. Werkstätte, Werkplätze in Bümpliz." "Ausgeführte Arbeiten: Unionsdruckerei, Schulhaus Bremgarten, Turnhalle Bümpliz, Gymnasium usw." "Auch hier allmälig eine Umwandlung von Handarbeit in Maschinenbetrieb" FAHRRADHAUS SOLIDARITÄT (01:02:06) "Gründung 1921. Jahresumsatz 1922: Fr. 34'000, 1929 Fr. 86'000" "Verkauf und Reparaturen von Fahr- und Motorrädern, Nähmaschinen. Grammophone und Sportartikel" VEREINSHAUS DER TYPOGRAPHIA (01:03:24)(im Gesellschaftshaus zum Maulbeerbaum, heute und damals Hotel National) "Hotel mit 35 Betten." "Grossrestaurant mit auserlesner Küche" "Grosser Theatersaal mit 1200 Plätzen" "Kleiner Theatersall mit 450 Sitzplätzen. Sitzungslokalitäten" "Kegelbahn" "Die alten Schweizer tranken noch eins, eh' sie gingen..." "Und die neuen, eh' sie anfingen." DAS VOLKSHAUS, VOLKSTHEATER (heute Hotel Bern, Volkshaus AG) "Erbaut in den Jahren 1913-1914." "Hotel mit 80 Betten" "Badanstalt mit 60 Bädern, 10 Douchen" "Restaurationsbetrieb - im Tag werden durchschnittlich 560 Essen serviert." "Im Theatersaal finden ständig Lichtspiel-Vorführungen statt." Abspann: "Das sind die bernischen Genossenschaften!" "Werbt - Wirkt für sie!" "Von den Haushaltungen Berns sind die Hälfte Genossenschaftlich organisiert" "Sorgt dafür dass der Ring sich schliesst.",

Dauer: 01:07:59